Freiland - Kninchenhaltung

Seit Herbst 2004 gibt es durch die Initiative unseres Vereins in der Astrid-Lindgren-Grundschule in Mahlow eine Arbeitsgemeinschaft „Junge Kleintierzüchter“.
Die Leitung der Arbeitsgemeinschaft lag / liegt seit dem Beginn in den Händen der engagierten Lehrerin Monika Wienecke, unterstützt von zwei Mitgliedern des D 724.Tiere müssen bekanntlich an 365 Tagen im Jahr versorgt werden, auch in den Ferien. Bisher haben Fütterung und Stallreinigung gut geklappt. Sie werden unter Mithilfe der AG -Teilnehmer durchgeführt. Hausmeister Güttler, naturgemäß häufig vor Ort, hat den Kaninchenstall zusätzlich in seinen Kontrollplan aufgenommen.
Obwohl auch züchterisch erfolgreich (es konnten inzwischen diverse Kreis- und Landesmeisterschaften in der Jugendklasse errungen werden), steht die Zucht bei den Schülern nicht  an erster Stelle.


Außer bei der oben genannten anteiligen Betreuung der Kaninchen, treffen sich die AG – Teilnehmer, Schüler der 3. – 6. Klasse, einmal pro Woche jeweils für eine Stunde bei den Kaninchen im Stall bzw. vor dem Stall auf dem Schulhof. Dort können die Kaninchen mit Hilfe von Katzengeschirren umhergeführt werden. Bei den Mädchen ist das Schmusen bzw. das Streicheln der Tiere sehr angesagt. Besondere Freude bereitet das Training für das in den Kaninchenvereinen inzwischen populär gewordene Kaninhop. Man testet ob Kaninchen Freude am Springen haben. Ist das der Fall, wird ein Mini – Parcours aufgebaut, den die Kaninchen dann zu bewältigen lernen.
Die Arbeitsgemeinschaft ist nach wie vor ein Renner bei den Schülern. Zweitklässler sehnen ihre Versetzung in die nächste Klasse herbei, um an der AG teilnehmen zu können. Die älteren Kinder würden am liebsten nach der 6. Klasse weitermachen. Besonders interessiert sind natürlich Kinder, die zu Hause keine Möglichkeit zur Kaninchenhaltung haben oder deren Eltern Kaninchenhaltung ablehnen.
Unser Ziel ist es den Kindern zu vermitteln, dass Kaninchen sehr sensible Wesen sind. Jedes Tier hat seine Eigenheiten, ist manchmal gut drauf. Es gibt aber auch Tage an denen sie sehr eigenwillig sind. Beim Umgang mit den Tieren muss man diese Dinge berücksichtigen. Unsere Beobachtung ist jedoch, dass sich auch die „wildesten Jungen“ in relativ kurzer Zeit auf die für sie ungewohnte Situation einstellen.
Gelegentlich werden einige Kaninchen aus dem Schulbestand bzw. von einigen Züchtern an Mitlieder der Arbeitsgemeinschaft verkauft.


Besonderes Glück haben sie, wenn sie von einer Familie mit eigenem Grundstück erworben  worden sind, wie die Kaninchen der Familie Geisthardt.
Vater Geisthardt, offensichtlich mit ausreichendem technischen „Know -how“ ausgestattet, hat ein kleines Paradies für die Familienkaninchen geschaffen. Die Bewohner sind ein Lohkaninchen, havannafarbig und zwei Zwergschecken dreifarbig. Das Gehege ist sehr großzügig, zweckmäßig und für die Kaninchen abwechslungsreich angelegt. Es bietet den Kaninchen ausreichende Rückzugsmöglichkeiten. Die höheren Sommertemperaturen lassen sich dadurch gut ertragen. Da Hauskaninchen  die Instinkte ihrer wilden Artgenossen nicht verloren haben, sieht der Boden der Voliere naturgemäß ein wenig abenteuerlich aus. Über diesen „Schönheitsfehler“ muss man im Sinne der Kaninchen einfach hinwegsehen!

 
 
Monatsversammlung in der Karthäusermühle Telz
Der außergewöhnliche Veranstaltungsort wurde von unseren Mitgliedern gut angenommen. Sie begann mit einer interessanten Führung durch die Produktions- under Lagerräume. Dem Juniorchef Eric Ullrich konnte man  anmerken, wie stolz er auf seinen seit fünf Generationen in der  Familie befindlichen Betrieb ist. Sehr anschaulich berichtete er über die Entwicklung zu einer jetzt sehr modernen Mühle. Die Futtermengen, die hier verarbeitet werden, konnten sich viele von uns gar nicht vorstellen. Vor allem die gewaltigen Mühlen imponierten. Das Angebot ist so groß, dass man fast sagen kann, es gibt im Bereich Haustiere, Kleintiere, Pferde usw. nichts was man hier nicht kaufen kann. Nachdem die letzten Fragen beantwortet waren, wurden wir in einen urgemütlichen Versammlungsraum im Erdgeschoss der alten Mühle geführt, in dem unser 1. Vorsitzender noch einige wichtige Mitteilungen machte. Danach ging es in den gemütlichen Teil über. Für ausreichend  „flüssige Nahrung“ war gesorgt. Die Kaninchen zuhause profitierten vom einem Sack knackiger Möhren,  so dass an diesem Abend alle zufrieden sein konnten.
 
Austellungserfolge Geflügel: Unsere Deutsche Langschan- Züchter trumpften auf der Nationalen in Erfurt groß auf.

Alfons Haller gewann mit einem schwarzen Hahn ein Siegerband 97 Punkte,

Klaus Dorenburg mit einer schwarzen Henne ein Grünes Band 96 Punkte.

Auf der Hauptsonderschau Deutsche Langschan errang Alfons Haller den 2. Vereinsmeistertitel mit 3,2 Deutsche Langschan, schwarz  ( V )

Klaus Dorenburg erreichte den 3. Vereinsmeistertitel mit jeweils3,3 Deutsche Langschan, schwarz + weiß ( HV )

Taubenzüchter Bernhard Stoll gewann auf der Ausstellung in Meyenburg (2.600 Tauben) mit seinen Altenburger Trommeltauben, blau mit schwarzen Binden ein HV 96 Punkte und ein V  Punkte 97.

 

Erfolge auf der Bundesschau in Leipzig:

Die Ehrungen und Erfolge von Manfred Claus in seiner fast fünfzigjährigen züchterischen Laufbahn reißen nicht ab.
Nach der Ernennung zum Meister der Rassekaninchenzucht im ZDRK im Sommer, gelang ihm jetzt der ganz große Coup. Auf der Bundesschau in Leipzig wurde er mit seiner Rasse Blaue Wiener deutscher Meister mit hohen 387 Punkten. In seiner Sammlung hatte er auch den 1,0 Bundessieger mit 97,5 Punkten. Der Erfolg ist deshalb so hoch zu bewerten, weil die Blauen Wiener eine alte, weit verbreitete und sehr beliebte Rasse sind, die auf der Ausstellung mit ca. 750 Tieren vertreten waren.
Ebenso erfolgreich war Manuela Rückner mit ihren Zwergwiddern  perlfeh – weiß. Sie konnte ihren deutschen Meistertitel von 2015 verteidigen und gewann mit 386,5 Punkten. In ihrer Sammlung hatte sie den Bundessieger 1,0   97,5 Punkte und einen Klassensieger 1,0   97 Punkte
Das hervorragende Ergebnis des D 724 rundete Joachim Simon mit seinen Rheinischen Schecken ab. Er erreichte sehr gute 385 Punkte.

 
 

Manfred Claus, Meister der Deutschen Rassekaninchenzucht

Auf der ZDRK-Bundestagung  im Juni 2017 in Isernhagen wurde Manfred Claus,  35 Jahre 1. Vorsitzender des D724 Mahlow und Umgebung und im nächsten Jahr        50 Jahre Vereinsmitglied,  zum Meister der Deutschen Rassekaninchenzucht ernannt. Die offizielle Ehrung erfolgte auf der Eröffnungsfeier der 27. Landesschau Berlin-Mark Brandenburg. Inzwischen „nur noch Ehrenvorsitzender“, hat er sein Amt an einen jüngeren Nachfolger übergeben. Er lässt es sich aber nicht nehmen,  weiterhin die Arbeitsgemeinschaft „Junge Kleintierzüchter“ der Astrid Lindgren Grundschule in Mahlow zu leiten. Bei den beiden jährlichen Ausstellungen des Vereins mit ca. 500 - 600 Tieren (Kaninchen, Wassergeflügel, Hühner, Tauben, Ziergeflügel) war er ein umsichtiger Ausstellungsleiter. Doch er war nicht nur ein routinierter Funktionär, sondern auch ein engagierter und erfolgreicher Züchter von Blauen Wienern und Deutschen Riesen (u. a. Landesmeister, mehrfacher Herdbuch-, Kreis- und Vereinsmeister) sowie ein begeisterter Züchter von Rassegeflügel (Zwergaustralorps) und Ziergeflügel. Auch im früheren Kreisverband Berlin-Süd, für einige Jahre 1. und 2. Vorsitzender, hat er seine Spuren hinterlassen. Bei der „schwierigen Geburt „ des aus der Fusion von drei Berliner Kreisverbänden entstandenen Nachfolgeverbandes Berlin und Umgebung hat er sein großes Organisationstalent eingebracht. Da blieb es nicht aus, dass sein überdurchschnittliches Engagement mit diversen Auszeichnungen honoriert wurde: U.a. Silberne und Goldene Ehrennadel des Landesverbandes, Meister der Rassekaninchenzucht des LV Berlin - Mark Brandenburg. Bei der Aufzählung all seiner Auszeichnungen und Verdienste muss noch erwähnt werden, dass Manfred Claus viele Jahre in der Kommunalpolitik tätig war. Zuletzt  als gewählter Ortsvorsteher des Ortsteils Mahlow (mehr als 12.000 Einwohner) der Gemeinde Blankenfelde -  Mahlow. Das neudeutsche Wort  „Workaholic“ trifft es am besten. Bei Manfred Claus hatte man den Eindruck, es ärgere ihn, dass der für die Gesundheit erforderliche Schlaf ihm unnütze Zeit  raubt, die er auch noch gern für seine vielen Aktivitäten zur Verfügung hätte. Mit der Ernennung zum  Meister der Deutschen Rassekaninchenzucht ist er für sein großes und langjähriges Engagement geehrt worden, eine hohe Ehrung, die ihm seine Weggefährten von Herzen gönnen. Wir hoffen alle, dass Manfred Claus noch viele Jahre in unserer Mitte weilen kann und wünschen ihm und seiner Familie, ohne die sein großes Engagement nicht möglich gewesen wäre, wie er immer zu sagen pflegt, eine stabile Gesundheit.

Kleintierzüchterverein D 724 Mahlow und Umgebung e.V.
Kreisverband Berlin u. Umgebung e. V.

Werner Steinau
Referent  für Öffentlichkeitsarbeit

 
 „Fleißige Dachdecker“